Kreditkarten für Arbeitslose

Bei Arbeitslosigkeit wird oft die Kreditkarte gekündigt, da das dort eingeräumte Dispositionslimit bonitätsabhängig ist. Dies bedeutet zunächst massive Einschränkungen für die Betroffenen, die es gewohnt waren, mit der Kreditkarte Bargeld abzuheben und im Handel oder z.B. an der Tankstelle ihre Rechnung zu begleichen. Auch der Einsatz bei Auslandsurlaub ist heute nicht mehr wegzudenken.

Leider schlägt die Finanzmarktkrise immer mehr durch und die Zahl der Arbeitslosen wächst.
Dieses Problem haben auch einige Kreditkartengesellschaften erkannt und bieten nunmehr Kreditkarten auf Guthabenbasis an, die überall dort, wo bisher auch mit der Kreditkarte bezahlt werden konnte, uneingeschränkt einsetzbar sind. Der Unterschied besteht darin, daß bei Verfügungen mit der Kreditkarte kein Minus auf dem Kreditkartenkonto entstehen darf. Das Kreditkartenkonto muß vorher mit einem entsprechenden Guthabenbetrag aufgeladen werden. Dies erfolgt entweder per Überweisung auf das Kreditkartenkonto oder mit Abbuchung. Entsprechend muß das Girokonto ausreichende Deckung aufweisen. Ähnlich wie bei vertragslosen Handys nennt sich diese Karte „Prepaid-Kreditkarte“. Auch bei dieser Kreditkarte fällt einmal im Jahr eine Kartengebühr an, die von Institut zu Institut variieren kann (üblich zwischen 20 und 60 Euro Grundgebühr). Einfluß auf die Kartengebühr haben auch eventuelle Zusatzleistungen, die im Kartenvertrag mit erworben wurden (z.B. Reiseversicherungen).

Die Beantragung ist sehr einfach und die Ausstellung erfolgt ohne Vorlage von Einkommensnachweisen und ohne Anfrage beim KSV 1870 (Kreditschutzverein). Auch die Akzeptanz dieser Karten beim Einsatz ist uneingeschränkt, da jede Verfügung durch das zuvor eingezahlte Guthaben abgedeckt ist. Somit eignet sich diese Prepaid-Kreditkarte auch für staatliche Hilfeempfänger, Hausfrauen ohne Einkommen und Studenten. Die gängigen Karten Maestro und VISA sind als Prepaid-Karten erhältlich. Die Guthabenaufladung geht auch ganz bequem online.

1 Antworten

  1. vanessa hübler 15. März 2018

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